Die besten Kameras für Ihren Golfurlaub

golfgenuss testet für Sie neue Digitalkameras

Vorbei sind die Zeiten, in denen man ein riesiges Equipment einpacken musste, um im Urlaub gute Bilder zu fotografieren. Inzwischen machen sogar Mobiltelefone durchaus ordentliche Schnappschüsse. Wer aber auch bei schwierigen Lichtbedingungen fotografieren will oder generell höhere Ansprüche an seine Urlaubsbilder hat, der kommt an einer Digitalkamera nicht vorbei. Die Auswahl an Modellen ist schier grenzenlos, monatlich kommen neue hinzu. Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen die vier generellen Kamera-typen vor und informieren über diverse Ausstattungsvarianten.

Eine sehr gute Digitalkamera muss nicht teuer sein. Bereits für 200 bis 300 Euro gibt es gute Kameras für jedermann, für 300 bis 500 Euro erhält man Kameras für den ambitionierten Amateur. Und die Top-Liga für den semi-professionellen Einsatz beginnt bei etwa 1000 Euro. Unsere Redaktion testet neue Digitalkameras im Dauereinsatz auf unseren Recherchereisen. Das sind unsere Tipps.

Wir geben es gerne zu. Wir sind seit einigen Jahren Fans von Bridgekameras, vor allem weil sie die Arbeit unserer Redakteure im variabeln Einsatz erleichtern. In früheren Zeiten schleppten wir auf Reportagen einen großen, schweren Fotokoffer mit mehreren Objektiven bei Gluthitze und Eiseskälte von Ziel zu Ziel. Dann kam noch der Laptop ins Gepäck und für die schnelle Kommunikation das iPad. Welch eine Erleichterung war da die „Erfindung“ leistungsfähiger Bridgekameras.

In den letzen Jahren setzte Panasonic die Maßstäbe bei Bridgekameras, doch das ist inzwischen Geschichte. Anbieter wie Sony und auch Nikon punkten mit ihren neuen Modellen. Bei den Kompaktkameras mit großem Zoom, den sogenannten Reisezoom-Kameras, mischt außerdem Canon mit seinen PowerShot-Modellen ganz vorne mit.
   

Bridgekamera Sony Cyber-Shot DMC-RX10

Der neue Maßstab

Seit Ende 2013 ist mit der Cyber-Shot DMC-RX10 eine Bridgekamera auf dem Markt, die hinsichtlich professioneller Ausstattung und Optik wie eine Spiegelrefexkamera anmutet und auch qualitativ in dieser Liga mithalten kann.

Sie sieht aus wie eine Spiegelreflexkamera, das ebenso schicke wie bullige, 800 g schwere Gehäuse ist gegen Spritzwasser und Staub geschützt und liegt perfekt in der Hand. 20 Megapixel sorgen für eine sehr gute Bildqualität, die Bildgröße ist mit DIN A3 bei 300 dpi für eine Kamera dieser Klasse sehr groß. Das lichtstarke Zoom (durchgehend F 2,8) deckt eine Brennweite (Kleinbild) von 24 bis 200 Millimeter ab - absolut ausreichend! Das 3-Zoll-Display ist sehr scharf, lässt sich aber leider nicht komplett wegklappen, um es im Dauereinsatz gegen Kratzer zu schützen. Wir haben fast ausschließlich den hochauflösenden Sucher genutzt – die gewohnte Art ist bei starker Sonnenstrahlung immer noch die bessere...

Auch wenn wir uns in die RX-10 schon auf den ersten Blick verliebt haben, taten wir uns als „Sony-Neulinge“ doch anfangs doch etwas schwer, die zahlreichen Funktionen zu verstehen bzw. zu fiinden, denn leider gibt es keine detaillierte Bedienungsanleitung.

Mit Preisen zwischen 990 und 1200 Euro ist die Sony RX10 mehr als doppelt so teuer wie gute Bridgekameras, aber sie ist es wert, da sie die Benchmarks der Klasse neu definiert hat. Allerdings: Für den Preis bekommt man auch schon DSLR-Kameras mit zwei Wechselobjektiven, die jedoch deutlich weniger Convenience bei einer zuweilen geringfügig besseren Bildqualität bieten.

Wem die RX-10 zu teuer ist, dem empfehlen wir die Sony HX400V. Die 20,2-Megapixel-Kamera mit 50-fachem optischen Zoom gilt derzeit als beste Bridgekamera bis 500 Euro. Für diesen Preis bekommen Sie extrem viel Zoom, GPS und W-LAN.

+ Lichtstarkes 8,3-fach Zoom (durchgehend F 2,8)
+ Verarbeitung und professionelle Optik
+ Bildqualität
+ Schneller Autofokus, schnelle Auslösung, schnelle Serienfotos
+ hochauflösender Sucher
-  Preis
> Die perfekte Kamera für Top-Fotografie bei Urlaub und Sport

  

Reisezoomkamera Sony Cyber-Shot DMC-RX10

Der Brennweiten-Weltmeister

Sony sorgte mit dieser kleinen „Reisezoom-Kamera“ für eine neue Bestmarke: Das 30-fach-Zoom entspricht 24 bis 720 mm Brennweite (entsprechend Kleinbild).

Mit der DSC-HK50 werden selbst kleine, weit entfernte Motive zu Mega-Bildern, allerdings benötigt man bei dieser kleinen Kamera dafür auch eine ruhige Hand. Glücklicherweise wiegt das Gehäuse, das problemlos in Jacken- oder Hosentasche passt, ein paar Gramm mehr als die Wettbewerber. Auch die Bildqualität der 20-Megapixel-Kamera kann überzeugen. Der Preis der Kamera liegt um 300 Euro.

+ 30-fach-Zoom
+ Bildqualität
+ WLAN und GPS
+ gutes 3-Zoll-Display
> Für alle, die detaillierte Landschaftsaufnahmen wollen


              

Bridgekamera Nikon Coolpix L830

Für Einsteiger in die Bridge-Klasse

Nicht nur in schwarz, sondern auch im trendigen Violett präsentiert sich die Nikon Coolpix als schicke Einsteigerkamera. Damit öffnet sich die ursprünglich reine Profi-Marke ganz bewusst noch stärker dem Massenmarkt öffnen.

Die relativ kleine Bridgekamera liegt gut in der Hand, das liegt auch an den nicht gerade platzsparenden vier herkömmlichen Mignon-Batterien im Body, die sehr lange durchhalten, aber natürlich auch durch Akkus ersetzt werden können. Das Batteriefach ist, wie auch manche Schalter, leider etwas zu einfach verarbeitet und lässt sich im regelmäßigen Gebrauch nicht immer leicht öffnen und verschließen. Absoutes Highlight der Kamera ist die 34fach-Vergrößerung. Damit deckt die Nikon Coolpix L830 sage und schreibe 22,5 bis 765 mm entsprechend Kleinbildformat ab. Von umfassenden Landschaftsaufnahmen bis Makrofotos ist wirklich alles möglich.

Positiv fiel uns auch die flotte Fokussierung und der schnelle Serienaufnahmemodus auf. Die Bildqualität der 16-Megapixel-Kamera ist zumindest bei guten Lichtbedingungen sehr ordentlich, aber nicht überragend. Ein unserer Meinung nach großes Manko der Kamera ist der nicht vorhandene Sucher, der bei einer Kamera dieser Größe nicht fehlen sollte. Das Display ist zwar wirklich eines der allerbesten, hat aber bei Sonne nun mal sein Grenzen, was bedeutet, dass der Fotograf seine Motive nur unzureichend erkennen kann.

Zum Preis ab 220 Euro bekommen vor allem „Aufsteiger“ in die Bridge-Klasse eine gute Kamera!

+ riesiges Zoom
+ sehr gutes 3-Zoll-Klappdisplay
+ gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
+ Schneller Autofokus, schnelle Auslösung, schnelle Serienfotos
-  Bedienelemente zum Teil sehr klein und hakelig
-  kein Sucher
> Eine gute Bridgekamera zum faieren Preis

Reisezoomkamera Nikon Coolpix S6600

Preiswerte Reisezoomkamera

Ein gutes Zoomobjektiv, ein in dieser Klasse unübliches Schwenkdisplay und WLAN sind die Aspekte mit denen die Coolpix S6600 punkten kann.

Diese Kamera ist ideal für bequeme Fotografen, denn man kann unter 31 Kreativporgrammen für jeden Geschmack wählen. Bei guten Lichtbedingungen überzeugt die Bildqualität, wird es dunkel treten doch einige Schwächen zutage, da kann auch der eingebaute Blitz nicht helfen. Mit Schnappschüssen hat es die Coolpix allerdings nicht: Der Autofokus ist langsam und zwischen den einzelnen Aufnahmen vergeht deutlich über eine Sekunde. Wer auf Schnelligkeit keinen Wert legt, der erhält mit der Nikon Coolpix S6600 eine kostengünstige Kamera zu Preisen zwischen 140 und 200 Euro.

+ 12-fach-Zoom
+ Schwenkdisplay
+ WLAN
-  langsam
> Kompakte Kamera zum günstigen Preis